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Das alte Haus – Gedicht

Was einstmals treuen Dienst erfüllte,

mit Baugerüsten man umhüllte.

Um endlich frisch zu renovieren,

zu bauen auf – und zu kaschieren,

nachdem es dort so manches Jahr

gemütlich, wenn auch einfach war.

 

So hämmerten in Stein und Bohlen

Rumänen, Deutsche oder Polen,

bis schließlich jeder kleinste Zipfel

verändert war, bis in den Gipfel.

Das alte umgebaute Haus

sah völlig neu und vornehm aus!

Von Weitem strahlten nun die Wände

in hellem Ton, mit feiner Blende,

mit Böden glänzend klar versiegelt,

in denen sich die Lampe spiegelt.

Man ahnte fast, in dem Chateau,

den Geist von Herrn Palladio!

Nur, dass im Eifer zugemauert

der alte Charme, was man bedauert.

J. A.